Man steckt immer in der Scheiße nur die Tiefe ändert sich!

Wie der Titel schon sagt steckt man wirklich immer in der Scheiße. Mal nur mit einem Fuß, manchmal bis über den Bauchnabel, und ab und zu - wenn es ganz schlimm ist - ragt sie einem bis über den Kopf. 


Man startet gut in einen neuen Tag, versucht das positive in einem vollen Terminkalender zu sehen und hangelt sich von einem Termin zur nächsten Verabredung und dann weiter zur nächsten Deadline... Immer mit der Aussicht es würde ja irgendwann besser werden. Den ganzen Tag über freut man sich einfach mal das tun zu können worauf man Lust hat. 


Genau so war es heute: Ich bin bei meinem Freund zu Hause aufgewacht und hatte wirklich gute Laune. Die Tagesplanung war wie folgt. Einkaufen, frühstücken, Bude aufräumen, in die Uni fahren (nach meiner Rechnung max. eine Stunde Aufwand), zu Hause gemütlich Mittagsschlaf machen, zwei Stunden lernen, reiten fahren und als Highlight des Tages mit einer Flasche Weißwein zu Laura ins Bett lümmeln. Soweit in der Theorie.


Daraus wurde dann dieses Spektakel: Ich komme morgens zu Hause an und mein Kater YODA hatte freundlicherweise bereits das ganze Badezimmer mit Klopapierschnee für mich dekoriert. Also erst einmal den Staubsauger rausgeholt und ohne Erbarmen alles was mir in die Quere kam eingesaugt. Scheiß drauf, der Staubsauger ist das gewohnt. Zum frühstücken bin ich dann Gott sei Dank auch noch gekommen, zu dem Zeitpunkt natürlich schon außerhalb des Zeitplanes, daher vollkommen gehetzt ins Auto und ab zur Uni. Positiver Lichtblick: sind ja nur fünf Minuten Fahrt. Das bringt einem nur leider rein gar nichts wenn man dann im Anschluss noch 20 Minuten nach einem Parkplatz sucht, und diesen nur durch aggressives einparken erkämpfen kann. Tiefe der Scheiße Dank YODA und dem Fontys Parkplatz: Bis zu den Knien.

Also endlich angekommen und ab ins Team Meeting. Das heißt wie immer absolutes Chaos, aber das bin ich ja schon gewohnt. Resultat des Meeting, wir brauchen Flaschen und das sofort am besten gestern oder vorgestern und am besten so viele wie möglich (mein Gedanke: ich hab doch schon genug Flaschen um mich rum sitzen). Tagesplan also voll verändert, das heißt Mittagsschlaf und reiten gestrichen. Scheiße. Also nach Hause und einen Plan erstellen wo ich möglicherweise Flaschen herbekommen kann.


Zu diesem Zeitpunkt war mein Auto UTE noch fit und munter, ihr ahnt was jetzt kommt.... Schon beim Start in die Flaschen-Sammelaktion mit einer Freundin versagte UTEs Gesundheit. Sie krächzte und schrie verzweifelt nach Hilfe. Tiefe der Scheiße: bis zum Hals, konnte gerade noch so atmen.

Nach einer Probefahrt mit dem Mechaniker meines Vertrauens konnte der armen UTE ein Stein aus dem Schuh (zwischen Reifen und Bremse) entfernt werden. Leider wurde hierbei auch festgestellt, dass UTEs Kühlwasser kontinuierlich ausläuft. Scheiße! Kostenpunkt gut 300 Euro. Tiefe der Scheiße: über dem Kopf... nichts mehr mit atmen. Die Gute Nachricht, ich kann noch bis zum 1. des Monats warten > Geld. Tiefe der Scheiße: nurnoch bis zum Hals, ich kann wieder atmen.


Also jetzt aber ab zum Flaschensammeln. Dies wurde dann erfolgreich nach zwei Stunden und etlichen Besuchen in Restaurants und dem Glascontainer nach Kauf einer Müllsammlerzange abgeschlossen. Puhh. Dann wurden die ergatterten 60 Flaschen von Hand gewaschen und poliert. So eine Scheißarbeit. Resume des Tages: alles anders gelaufen als geplant. Nichts mit nur einer Stunde Uni, nichts mit Mittagsschlaf, nichts mit reiten. Aber: ich liege mit ner Flasche Wein bei Laura im Bett und somit ist die Scheiße am Ende des Tages wieder auf Fußsohlenniveau gesunken. Also alles super! Morgen wird ein neuer scheißschöner und aufregender Tag ;)



Tabeas Tagesbericht zusammengefasst von Laura und Tabea



Damit Ihr auch wisst wozu diese scheiß Flaschensammelei gut sein sollte, hier ein Bild des Endproduktes. Mehr zu diesem Uniprojekt gibt es später :)


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